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Basilika St. Aegidius Mittelheim
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in Oestrich-Winkel / Rheingau |
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Ökumenisches Rheingauer Friedensgebet, jeden Montag um 18 Uhr |
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„Auferweckung Jesu“Darüber spricht das von Paulus überlieferte älteste christliche Glaubenszeugnis: 3 Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift 4 und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, 5 und erschien dem Kephas (= Petrus), dann den Zwölf. (1 Kor 15,3-5) |
„Auferstehung“ von Theodor Schneider:
Der Kreuzestod Jesu muss durchaus nicht vom Gottesgedanken ferngehalten werden, er muss im Gegenteil als wesentliches Merkmal in das Gottesverständnis einbezogen werden. Das Schicksal Jesu ist im Innersten Gottes zu verankern. Gott ist offenbar so, dass Jesus diesen Tod sterben kann. Gott ist so, dass dieser gekreuzigte Jesus Christus nach seiner Vollendung im Heiligen Geist uns nahe bleibt. ... Es ist Gott, der Jesus für uns in den Tod gegeben hat und ihn von den Toten auferweckte. Wenn hier auf den ersten Blick Gott selbst mehr als ein Moment an einer christologischen Aussage erscheinen mag, so ist es wichtig wahrzunehmen, wie gerade umgekehrt das christologische Geschehen zu einer neutestamentlichen Gottesprädikation, zu einer Art neuen »Namens« Gottes wird: Jesu Gott ist der, »welcher ihn von den Toten auferweckt hat« (Röm 10,9 + 8, 11; Gal 1, 1; 2 Kor 4, 14). Wie im Alten Bund zeigt Gott in seinem geschichtlichen Handeln, wer er ist. (Aus: Theodor Schneider: Was wir glauben. Düsseldorf 1985. S. 113 + 41.)
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Ein Gott der Lebenden Zum Textauszug „Auferstehung“ von Theodor Schneider:
Für die Christen gilt, dass der Kreuzestod Jesu als wesentliches Merkmal dieses Christentums in das Verständnis Gottes einbezogen werden muss. „Gott ist so, dass dieser gekreuzigte Jesus Christus nach seiner Vollendung im Heiligen Geist uns nahe bleibt.“ Wenn wir heute Jesus verehren, z.B. in der Feier der Eucharistie, dann ist gerade der gekreuzigte Christus uns nahe. Gott hat Jesus in den Tod gegeben und ihn von den Toten auferweckt. Im Tod Jesu zeigt sich Gott anders als er bisher gedacht worden ist, als Hingabe des Lebens, als Ohnmacht der Liebe. Dabei bleibt es jedoch nicht. Im Christusgeschehen wird Gott zu einem Gott, der Tote auferweckt. Durch die Auferweckung Jesu von den Toten bekommt Gott einen neuen Namen. Durch die Auferweckung Jesu zeigt Gott in seinem Handeln wie im AT, wer er ist, nämlich ein Gott der Lebenden. Schneider sagt: „Gott ist offenbar so, dass Jesus diesen Tod sterben kann.“ Das heißt aber auch, dass Jesus sich ganz auf diesen Gott verlassen konnte, den er vorher schon als seinen Vater anredete. Ohne dieses unbedingte Vertrauen auf diesen Gott hätte sich wohl Jesus selbst nicht in Todesgefahr begeben. Es sind nicht die genauen Vorschriften des Gesetzes, sondern der Glaube, das Vertrauen Jesu auf diesen Gott, der Glaube, der Jesus auch angesichts des Todes seinen Weg konsequent weitergehen ließ. In dieser Zuversicht können wir dann den Kreuzestod Jesu so deuten, dass Gott das Opfer Jesu angenommen hat. Im Schicksal Jesu ist Gott selbst der Schwache und Ohnmächtige. Dieser Glaube an den Tod und die Auferstehung Jesu ist für das Christentum spezifisch und einmalig. Ein Vergleich mit dem Islam zeigt deutlich, dass Muslime den Kreuzestod Jesu, des Propheten Gottes sich nicht vorstellen können. Hier gibt es zwei Versionen. Die eine leugnet den Kreuzestod Jesu ganz, die andere besagt, dass Gott Jesus als seinen Propheten schon vor dessen Tod zu sich in den Himmel aufgenommen hat. Am Kreuz starb dafür ein anderer. Und auch für die Juden ist ein am Holz Gekreuzigter grundsätzlich ein Verfluchter, so dass viele Juden die paulinische Theologie nicht nachvollziehen konnten. Das Paradoxon, das Paulus zuerst erläutert, gehört genuin zum christlichen Gottesbegriff. Gerade in seiner Ohnmacht ist Gott der grenzenlos Liebende.
Ein Gott der Liebe und des Friedens
Der Satz von Th. Schneider „Es ist Gott, der Jesus für uns in den Tod gegeben hat und ihn von den Toten auferweckte, ist nur zusammenzudenken und nicht in die beiden Halbsätze zerlegbar. Wenn Gott diesen Jesus, der auf ihn vollkommen vertraute, in den Tod gegeben hat, dann hat er ihn auch auferweckt. Durch seine Auferweckung bestätigte Gott Jesu Handeln. Nicht nur Jesus ist Gott treu geblieben, sondern Gott ist Jesus treu geblieben, indem er diesen nicht im Tode ließ, sondern auferweckte. In allen von Th. Schneider aus den Paulusbriefen angegebenen Stellen wird deutlich, dass Paulus Tod und Auferstehung mit der Errettung aller Gläubigen verbindet. Gott hat Jesus in den Tod gegeben und auferweckt, um auch uns zu erretten, wenn wir den gleichen Glauben wie Jesus Christus haben. Dies lässt sich gut aus Röm 10,9 begründen: „...denn wenn du mit deinem Mund bekennst: >Jesus ist der Herr< und in deinem Herzen glaubst: <Gott hat ihn von den Toten auferweckt<, so wirst du gerettet“ - oder aus Röm 8,11: „Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.“ Das Vertrauen in Jesus, der auf Gott vertraute, bewirkt Erlösung und Auferstehung. Gott erweist sich in der Auferweckung Jesu als der Gott als den ihn Jesus zu seinen Lebzeiten verkündet hat, als Gott der Liebe und des Friedens, als Gott des ewigen Lebens. „Gott, der die Toten auferweckt“, das ist sein neuer Name. Wie Gott an Jesus Christus in der Geschichte handelte und damit sein geschichtliches Handeln aus dem Alten Bund fortsetzte, so wird Gott in der geschichtlichen Zukunft an allen Menschen handeln, die an diesen Gott des Lebens glauben. „Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch vor sein Angesicht stellen wird“ (2 Kor 4,14) - das ist die Hoffnung der Christen.
Auferstehung als Praxis des kirchlichen und persönlichen Glaubens
Dieser Auferstehungsglaube ist auch der zentrale Glaube der Kirche, angefangen hat er in der Urgemeinde. Er begründet die christliche Gemeinde wie aus den Texten der Apostelgeschichte deutlich wird. In seiner Predigt am Pfingsttag weist der Apostel Petrus auf die Auferstehung als das zentrale Glaubensgeheimnis des Christentums hin. In Apg 2, 22-24 sagt er, dass Jesus zunächst durch machtvolle Taten, Wunder und Zeichen, die er unter den Menschen getan hat, von Gott beglaubigt wurde, dass er nach Gottes Willen und Vorauswissen hingegeben und durch die Hand von Gesetzlosen gekreuzigt wurde und dass Gott ihn dann endgültig vom Tode befreit und auferweckt habe. Diejenigen, welche diese Worte des Petrus annahmen und an die Auferstehung Jesu glaubten, ließen sich taufen und bildeten die erste christliche Gemeinde (Apg 2,37-42). Kennzeichen dieser Gemeinde, die an die Auferstehung glaubte, war das Festhalten an dieser Lehre der Apostel, an den Gebeten und an der Gemeinschaft, die sich als Gütergemeinschaft und Mahlgemeinschaft konstituierte. Diese erste christliche Gemeinde besuchte täglich den Tempel, brach das Brot in den Häusern der Gemeindemitglieder und hielt miteinander Mahl (Apg 2,43-47). Es wird also deutlich, dass der Glaube an die Auferstehung Jesu für die christliche Gemeinde konstitutiv war und die beschriebene Gemeindepraxis bewirkte. Diese Gemeindepraxis orientierte sich wiederum am Handeln Jesu vor seiner Kreuzigung.
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Ein gesegnetes Osterfest wünscht allen Besuchern dieser Seite, Gregor Weigand, Religionslehrer und Pastoralreferent
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Konzertam22. April 2007mit |
Die Mittelheimer Basilika einer der ältesten Klostergründungen von Antje Kluge-Pinsker |
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| Bilder aus dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz (2008) | ||
Basilika St. Aegidius Mittelheim in Oestrich-Winkel / Rheingau |
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